PQE-Anwendung mit schwulen und anderen Männern, die Sex mit Männern haben und Transgender Personen


Weitere Praxisbeispiele

  1. Name und Land der Organisation

    Aids Hilfe Wien, Austria

  2. Externe Unterstützung

    Teilnehmende eines Treffens zur HIV-Prävention bei MSM und Transgender-Personen aus Österreich, der Schweiz und Deutschland.

  3. Projekt/Programm

    HIV/HCV-Risikominimierung unter MSM und Transgender-Personen, die Drogen, Chems usw. nehmen
    Homosexuelle und bisexuelle Männer und Trans*Personen von 16 bis 65 Jahren, die Alkohol und Partydrogen konsumieren. Der Lebensstil der Zielgruppe beinhaltet ein Verhalten, das zu einem erhöhten HIV/HCV-Risiko führen kann.
    Darüber hinaus sind unter anderem Sextourismus, anonyme Partnersuche, exzessives Partyleben und bestimmte Sexualpraktiken von Bedeutung. Die Zielgruppe besucht die folgenden Umgebungen: Cruisinggebiete und Darkrooms, Flatrate-Alkohol-Parties, Clubs und Sex-/Fistingpartys.
  4. Ziele der Anwendung

    Das Ziel des Projekts ist „most fun/least risk“ (maximal Spaß haben/minimales Risiko eingehen). MSM und Transgender-Personen, die Drogen nehmen, sollen Informationen über Drogen, gleichzeitigen Konsum von Drogen und Alkohol bzw. verschiedener Drogen, HIV-Behandlung usw. erhalten. Die Angehörigen der MSM-Zielgruppe sollen wissen, wie sie das Risiko minimieren können, wenn sie Sex haben und gleichzeitig Drogen nehmen.

  5. Angewendetes Instrument bzw. Methode

    7. Ergebnisse und Vorteile der Anwendung des QA/QI-Tools (Beschreiben Sie, was sich aus der Anwendung des Tools ergab und ob bzw. wie Ihr Projekt/Programm davon profitierte).
    Das Ziel des Projekts ist „most fun/least risk“ (maximal Spaß haben/minimales Risiko eingehen). MSM und Transgender-Personen, die Drogen nehmen, sollen Informationen über Drogen, gleichzeitigen Konsum von Drogen und Alkohol bzw. verschiedener Drogen, HIV-Behandlung usw. erhalten. Die Angehörigen der MSM-Zielgruppe sollen wissen, wie sie das Risiko minimieren können, wenn sie Sex haben und gleichzeitig Drogen nehmen.
    Für dieses Projekt wurde das PQD-Tool verwendet. Um mehr über die Zielgruppe herauszufinden, wurden vier Fokusgruppendiskussionen und drei Community-Mapping-Übungen durchgeführt.
    Darüber hinaus wurde ein Community-Beirat mit Clubeigentümern und Zusammenschlüssen der Zielgruppen eingerichtet, um Wissen zu sammeln und Input zu bekommen.
    Unter den Zielgruppen wurden über Peer-Educators Blitzbefragungen durchgeführt, um mehr über den Drogenkonsum herauszufinden.
  6. Ergebnisse der Anwendung

    23 Personen nahmen an den Fokusgruppen teil. Wir haben versucht, Teilnehmerinnen und Teilnehmer über das Internet zu finden und über Flyer, die in Clubs und Coffee-Shops verteilt wurden.
    Die Fokusgruppe mit MSM unter 25 Jahren hatte die meisten Teilnehmer (10). In der Altersgruppe 25 bis 40 Jahre gab es ebenfalls eine hohe Teilnehmerzahl. Schwierig war es, Personen über 40 Jahre für die Teilnahme an Fokusgruppen zu finden. Die Diskussionsrichtung wurde durch einen Fragebogen vorgegeben. Die Fokusgruppen waren sehr wichtig, weil damit viel über das Sexualverhalten und Konsumverhalten in der MSM-Szene herausgefunden werden konnte. Außerdem wurde über allgemeine Verhaltensweisen in Bars und Clubs gesprochen: Wo es wichtig ist, Präventionsarbeit zu leisten, und auf welche Weise. Die Ergebnisse waren sehr wichtig, weil einige Clubs nur von Personen unter 35 Jahren besucht werden.
    Community Mapping: Mit zwei separaten Gruppen wurden zwei Community-Mapping-Übungen durchgeführt, an einem dritten Community Mapping waren beide Gruppen beteiligt. Zehn Teilnehmer diskutierten, welche Clubs sie besuchen, wie stark diese besucht werden und ob und welche Drogen dort konsumiert werden. Um ein breiteres Bild des Drogenkonsums unter MSM in Wien zu erhalten, gingen Peer-Educators in Bars und Clubs, um diejenigen MSM zu erreichen, die nicht zu Fokusgruppen oder Mapping-Übungen kommen, und sie per Blitzbefragung zu ihrem Drogenkonsum zu befragen. Der Community-Beirat war für die Aids Hilfe sehr nützlich, weil viel vom Wissen seiner Mitglieder in das Projekt eingebracht wurde.
  7. Empfehlungen

    Wie so oft, ist es nicht einfach, Personen für Fokusgruppen-Diskussionen und Community-Mapping-Übungen zu gewinnen, besonders wenn es um heikle Themen wie Schwulsein, Drogenkonsum und anschließenden Sex geht. Die Gruppe junger MSM (unter 25 Jahren) hatte weniger Probleme, darüber zu sprechen. Personen über 45 Jahre waren eher in Gesprächen unter vier Augen (Blitzbefragungen) offen. Dennoch haben wir viele interessante Informationen gesammelt. Schließlich waren die Ergebnisse zu Drogen, Sexualverhalten, Testverhalten und vielem mehr sehr produktiv.


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